Hirschkäferwiege in Weinbach

Eine Hirschkäferwiege ist eine künstlich angelegte Totholz-Brutstätte, die den Hirschkäfer-Weibchen als ideale Kinderstube dient. Sie besteht aus senkrecht eingegrabenen Eichenstämmen sowie Eichenspänen und Holzhäcksel und schafft wertvollen Lebensraum für die vom Aussterben bedrohten Käfer.
Mit großem Eifer wurde in Gruppen gegraben, geschleppt und die Wiege befüllt. Bei ihren Erkundungstouren entdeckten die Kinder sogar einige Hirschkäfer, die hoffentlich künftig den Weg in die neu angelegte Brutstätte finden werden. Allerdings dauert es meist einige Jahre, bis eine Hirschkäferwiege durch den natürlichen Zersetzungsprozess im feuchten Boden für die Weibchen besonders attraktiv wird.
Ein weiteres spannendes Outdoor-Projekt war der Bau von Tipis. Für die Grundgerüste wurden zahlreiche Totholzäste gesammelt und herangeschleppt. Die drei entstandenen Tipis wurden anschließend ausgiebig genutzt – zum Spielen, Frühstücken und für erholsame Ruhepausen.
Auch das kreative Gestalten kam nicht zu kurz. Gesammelte Äste wurden bunt bemalt oder zu Mobiles verarbeitet. Aus Ton entstanden fantasievolle Figuren und Anhänger, während aus Papprollen verschiedene Waldtiere gebastelt wurden. Außerdem fertigten die Kinder mit viel Geschick zahlreiche geflochtene Schlüsselanhänger an.
Beim morgendlichen Treffen berichteten die Kinder immer wieder begeistert, wie wohl sie sich im Wald fühlten und wie viel Freude ihnen die gemeinsamen Aktivitäten bereiteten.
Am letzten Projekttag besuchten nicht nur die Eltern, sondern auch Bürgermeister Harms die Gruppe, um sich persönlich von der erlebnisreichen Waldwoche zu überzeugen. Beeindruckt zeigte er sich sowohl von den vielfältigen Naturprojekten als auch von den zahlreichen kreativen Werken der Kinder.