Ein Biotop , wie es in der Region kein Zweites gibt

Zeitung: : Frankfurter Neue Presse
Veröffentlichungsdatum: 11.07.2018
Autor: Redaktion

Erste vier Teiche in den Emsbachwiesen geflutet, drei weitere folgen.

Selters -Der Schieber ist geöffnet. Geklärtes Wasser aus der Kläranlage bei Niederselters sucht sich seinen Weg in den neu angelegten Bachlauf und füllt allmählich den ersten von vier Teichen. Gespannt schauen Bauamtsleiter Benjamin Zabel, Bürgermeister Bernd Hartmann (parteilos), Michael Kühn von der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Limburg-Weilburg und Frank Zabel vom Forstservice Taunus zu, wie das Wasser steigt. Insbesondere Ideengeber Benjamin Zabel, der auch Vorsitzender des Nabu Niederselters und stellvertretender Vorsitzender des Nabu-Kreisverbandes ist, sieht man an, wie erfüllt von Stolz er ist. Das kann er auch sein. Was hier gerade entsteht, ist eine Auenlandschaft, ein etwa 6,8 Hektar großes Biotop, wie es in der ganzen Region kein Zweites gibt.

Das Gebiet "Unterm Nippchen", mehr als 9000 Quadratmeter groß, wird begrenzt vom Emsbach auf der einen Seite, von der Bahnstrecke auf der anderen. Es gibt nur einen einzigen Zugang. Ein Schild weist auf das besonders schützenswerte Biotop hin. Zum Schutz der dort lebenden Tier- und Pflanzenwelt soll es nicht betreten werden. "Wir wollen hier eine möglichst große Biodiversität fördern", erklärt Benjamin Zabel und fügt hinzu: "Auf einer Grünfläche von knapp sechs Hektar soll später einmal eine extensive Beweidung erfolgen, mit welcher Tierart steht noch nicht fest".

Im bisherigen ersten Bauabschnitt wurden vier Teiche unterschiedlicher Größe angelegt, drei weitere sollen später noch entstehen. Der kleinste Teich wird eine Wasserfläche von 220 Quadratmetern haben, der größte 1750 Quadratmeter und bis zu 1,10 Meter tief sein. Alle Teiche zusammen hätten dann eine Wasserfläche von etwa 5800 Quadratmetern.

Ein idealer Platz für den Eisvogel

Durch Überläufe kann das Wasser von einem See in den nächsten fließen. Dadurch wäre ganzjährig genügend Wasser für das Feuchtgebiet vorhanden. Auch in längeren Trockenperioden müssten Amphibien nicht abwandern. Vier Kies- und Grüninseln wurden angelegt. Auf einer Insel könnten in einem Aufbau zwei Eisvogel-Paare in eine Bruthöhle einziehen und für Nachwuchs sorgen. Heimisch ist der Eisvogel am Emsbach bereits.

Ein Steinhaufen mit etwa 150 Kubikmetern Steinen und Geröll soll Reptilien ein Zuhause geben, ein Totholzhaufen Raum für Insekten und Kleinsäuger bieten. Eine Storchenplattform wurde aufgebaut. Ein Weißstorch sei hier schon gesichtet worden, weiß Zabel. "Dass das Areal auch für Singvögel interessant ist, beweist ein Schwarm von etwa 100 Erlenzeisigen, die hier regelmäßig zum Winter in den Weiden am Emsbach einfallen", erklärt er.

Die bisherigen Kosten von 72 000 Euro sind komplett über Spenden, außerdem Zuschüsse des RP Gießen sowie über den Zukunftsfonds des Landkreises Limburg-Weilburg gedeckt worden. Die größte Spende mit 12 000 Euro kam vom Forstservice Taunus. Insgesamt 4000 Euro haben der NABU Niederselters und der NABU-Kreisverband beigesteuert. Für die Bauarbeiten konnte die Gemeinde die ortsansässige Baufirma GTS-Taunus Marc Eichert aus dem Selterser Ortsteil Münster gewinnen.

Als wäre es schon immer so gewesen

Dieser stellt Michael Kühn von der Unteren Wasserbehörde ein hervorragendes Zeugnis aus. "Sie haben so schonend gearbeitet und alles so fein modelliert, dass die Veränderungen sich total in die Natur einpassen. Es sieht so aus, als wäre es schon immer so gewesen". Kleinere Arbeiten wie das Verlegen der Rohrleitung für den Zufluss oder auch den Eisvogel-Aufbau hat der Bauhof der Gemeinde ausgeführt. Um unberechtigten Zugang zu verhindern, soll die Brücke über den Emsbach mit einem Tor verschlossen werden. Damit Naturliebhaber das Gelände einsehen und beispielsweise Vogelbeobachtungen machen können, soll eine etwa vier Meter hohe Aussichtsplattform am Eingang errichtet werden.

Der zweite Bauabschnitt ist für 2021/2022 geplant. Dann sollen drei weitere Teiche entstehen und an das System angebunden werden. Hierfür werden weitere etwa 120 000 Euro veranschlagt. Zuschüsse und Spenden sind willkommen.

 

Naherholung im Wald hat weiterhin Priorität

Zeitung: : Frankfurter Neue Presse
Veröffentlichungsdatum: 11.07.2018
Autor: Redaktion

Forstservice Taunus ist der neue Dienstleister der Stadt für den Wald. Er erfindet das Rad nicht neu, hat aber auch einige Ideen. Frank Zabel ist ganz aus dem Häuschen, als sein Mitarbeiter und Revierleiter Oliver Burghardt von den Ulmen berichtet, die entlang der Aschaffenburger Straße Richtung Autobahnüberführung stehen. Denn Ulmen seien inzwischen recht selten, erzählt der Geschäftsführer des Forstservice Taunus.
Burghardt zeigt ihm die Bäume kurzerhand und erklärt bei dem Termin mit dem Echo ganz nebenbei, wie Waldpflege funktioniert. Zwischen zwei Ulmen hatte sich eine Buche gedrängt. Diese wird sich mit ihrer größeren Krone breit machen und den Ulmen das Licht stibitzen. Deshalb will Burghardt die Buche herausnehmen, um die Ulme zu fördern.
Eine Schneise nördlich weiter liegen am Wegesrand etliche gefällte Kiefern. Sie standen nahe der Autobahn, waren zu trocken und drohten auf die Fahrbahn zu stürzen. Wegen der Verkehrssicherheit nahm Burghardt diese Bäume heraus. Die Kiefern werden vermarktet. Hochwertiges Holz sind diese krummen Stämme nicht. „Sie haben Palettenqualität“, stellt Zabel fest. Forstservice Taunus aus Niederselters bewirtschaftet seit Anfang des Jahres den Wald der neuen Forstbetriebsgemeinschaft Raunheim, Rüsselsheim, Büttelborn und Groß-Gerau. Zuvor war Hessen Forst verantwortlich für den Raunheimer Wald. Dessen Bewirtschaftung werde sich jedoch wegen einer möglichen Monopolstellung des Landesbetriebes aus rechtlicher Sicht nicht halten lassen, hatte Jühe vor der Aufkündigung gesagt. Außerdem hatte er auf eine Verbesserung der Vermarktung gehofft. Für die gleiche Holzmenge sollten höhere Einnahmen erreicht werden.


Bei der Stadtverordnetenversammlung hatte er jetzt einen ersten Erfolg verkündet. Der wirtschaftliche Ertrag sei gesteigert worden. Bisher seien für die Forstbetriebsgemeinschaft bereits 72 000 Euro erwirtschaftet worden.
Zabel will das alles nicht überbewerten und vor allem auch nicht den Vorgänger in Misskredit bringen. Er misst der Präsentation des Holzes eine große Bedeutung bei der Vermarktung zu. Das geschlagene Holz werde in verschiedene Güteklassen eingeteilt und angeboten. Ein höherer Ertrag lasse sich durchaus erzielen, wenn einem einzelnen Kunden nicht das gesamte Holz mit seinen verschiedenen Güteklassen verkauft werde, sondern verschiedenen Kunden unterschiedliche Qualitäten. Der Einschlagplan des Forsteinrichtungswerkes, der mittelfristigen Planung des Forstbetriebes für den Zeitraum 2015 bis 2024, werde nicht geändert, sagt Zabel. Die zu schlagende Holzmasse bleibe gleich. Bei Bedarf wolle er aber flexibel auf den Plan reagieren.

„Wir machen das, was alle anderen auch machen“, meint Zabel. Das bedeutet Holzeinschlag und Holzvermarktung, aber auch die Pflege des Naherholungswaldes, der in Raunheim weiterhin eine zentrale Rolle spielt, und des Schutzwaldes. Dem Raunheimer Wald bescheinigt Zabel einen guten, recht vitalen Zustand. Die Baumarten seien vom Boden abhängig, hier handelt es sich um einen nährstoffarmen und sandigen Boden. Deshalb ist die Kiefer mit einem Anteil von 59,9 Prozent sehr stark vertreten, gefolgt von der Buche (19,3 Prozent) und der Eiche (18 Prozent), die auf diesem Boden gut wachsen. Die Kiefer soll ihre Dominanz an die Eichen und andere Laubbäume verlieren. „Eichen haben das wertvollere Holz“, weiß Zabel.
Der Wechsel der Baumarten sei ein langer Prozess. Zabel setzt auf Naturverjüngung. Es wird kein Kahlschlag geben, vielmehr werden einzelne Bäume herausgenommen, an deren Stellen dann durch angeflogene oder aufgeschlagene Samen Laubbäume nachwachsen sollen. Gleichwohl möchte er eine gesunde Mischung der Baumarten erhalten, um auch auf den Holzmarkt reagieren zu können. Zabel will die für den Holzschlag markierten Bäume kartieren und die Karten den Waldbesitzern übergeben. Er plant, eng mit den Waldbesitzern zusammenzuarbeiten und sieht sich als ihren verlängerten Arm. Auf die Ausschreibung hatte er sich übrigens mit seinem Unternehmen beworben, weil es ihn reizte, eine nichtländliche Kommune zu betreuen, bei der eher die Naherholung als die wirtschaftliche Nutzung im Vordergrund stehe.

„Der Wald ist klasse“, findet denn auch Burghardt positive Worte über sein Einsatzgebiet, dass er seit einem halben Jahr täglich betreut. Von Heideflächen bis zu Mooren sei alles zu finden, beschreibt er den Wald der Forstbetriebsgemeinschaft. Im Raunheimer Wald begeistern ihn die abwechslungsreichen Baumarten unter denen auch Edellaubhölzer wie Ahorn, Esche und eben die Ulme zu finden seien. Um dann auf den Aspekt Naherholung einzugehen. Mit der Umweltbeauftragten der Stadt, Karin Jechimer, will er die Standtafeln des Waldlehrpfades aufmöbeln. Dies sei zumindest ein Gedankenspiel. Eine weitere Idee sei es, die Schilder mit den Namen der Schneisen zu erneuern.

Er hält es auch für notwendig, vorhandene Bänke auszubessern. Es sei den Leuten wichtig, sich hinsetzen zu können, wenn sie spazieren gehen, sagt er. Die dritte Funktion des Waldes, die Schutzfunktion, stelle sich von selbst ein, wenn der Wald nachhaltig gepflegt werde. Lärm-, Boden- und Emissionsschutz seien gegeben, wenn Bäume stehen und nachwachsen und nicht mehr Holz eingeschlagen wird als nachwächst, erklärt Zabel.

Naturschutz steht ganz oben

Zeitung: : Groß-Gerauer Echo
Veröffentlichungsdatum: 25.01.2018
Autor: Alexander Iser

BÜTTELBORN - Mit Oliver Burghardt wurde am Montag der Förster vorgestellt, der seit 1. Januar den Gemeindewald betreut. Die für die interkommunale Zusammenarbeit von Büttelborn, Groß-Gerau, Raunheim und Rüsselsheim gegründete Forstbetriebsgemeinschaft hat die Forstservice Taunus mit der forstwirtschaftlichen Betreuung beauftragt, für die Burghardt tätig ist.
„Ich war immer gern im Wald und habe mein Hobby zum Beruf gemacht“, berichtete Burghardt. Schon als Kind war der heute 31-Jährige in einer Vogelschutzgruppe aktiv gewesen. Der Naturschutz habe für ihn einen hohen Stellenwert. „Wenn es der Wegesicherung dient, muss aber auch mal ein alter, umsturzgefährdeter Baum gefällt werden“, so Burghardt, um die Gefährdung von Waldbesuchern zu vermeiden. „Eventuell kann der Baum liegen bleiben und Unterschlupf für viele kleine Waldbewohner wie Insekten werden“.
Umzug in das neue Aufgabengebiet
Auch wenn er sein neues Revier erst noch richtig kennenlernen muss, freut sich Burghardt auf die Aufgabe und plant für 2018 den Umzug in sein neues Aufgabengebiet.
„Die Kontaktnummer des Försters wird in ein bis zwei Wochen bekannt gegeben“, erklärte die Fachbereichsleiterin Wiebke Plate, bis dahin können Anfragen direkt an die Gemeindeverwaltung gestellt werden. Wer im Wald sein eigenes Brennholz schlagen will, könne dies auch nach den gleichen Regeln wie bisher machen und bekommt vom Förster einen entsprechenden Bestand zugewiesen.
ZUR PERSON
Der aus Oberursel stammende Oliver Burghardt absolvierte von 2011 bis 2014 sein Forststudium. Danach war er in Brandenburg Revierleiter eines rund 3 000 Hektar großen Areals, bevor er mit dem Anwärterdienst eine Zusatzqualifikation begann. Seit 1. Januar 2018 ist er für das Gebiet der Forstbetriebsgemeinschaft zuständig, die neben Büttelborn auch Groß-Gerau, Raunheim und Rüsselsheim umfasst. (alis)
„Durch den interkommunalen Zusammenschluss zur Forstbetriebsgemeinschaft erhoffen wir uns das Maximum aus Synergieeffekten“, erklärte Bürgermeister Andreas Rotzinger. „Wir wollen den Wald stärker in den Blick der Öffentlichkeit rücken, der auch zur Naherholung dienen soll“, ergänzte Peter Best, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten.
Der Geschäftsführer von Forstservice Taunus, Frank Zabel, stellte die grundlegenden Ziele des Betriebes vor, der seit vier Jahren auch den Gemeindewald von Selters im Taunus betreut. Im Mittelpunkt stehe die Erhaltung oder Schaffung eines standortgerechten und gesunden Waldes, bei der eine nachhaltige forstwirtschaftliche Bewirtschaftung oberstes Gebot ist.
Zur Verbindung von Naturschutz und Landschaftspflege mit Wirtschaftlichkeit sollen auch Fördermöglichkeiten genutzt werden, die es nicht nur für die Erstaufforstung, sondern unter anderem auch Wiederaufforstung oder ökologische Bewirtschaftung gibt. An Stellen, an denen es wirtschaftlich machbar ist, könnten auch Pferde die gefällten Bäume zu den Waldwegen ziehen. Gleichzeitig verfüge das Unternehmen über ein gutes Netzwerk zu Holzkäufern, um die Bäume auch zu einem guten Preis zu verkaufen.
Dabei wird eine enge Zusammenarbeit sowohl mit den örtlichen Jägern als auch dem Naturschutzbund angestrebt. „Es geht nur Miteinander, ein Gegeneinander funktioniert nicht“, erklärte Zabel, der selbst Nabu-Mitglied ist. In Selters werden zweimal im Jahr öffentliche Waldbegehungen angeboten, dazu ist ein Waldlehrpfad im Aufbau. „Gleiches ist auch hier in Büttelborn denkbar“, erklärte Zabel, „zuvor müssen wir den Wald aber erst mal selbst kennenlernen.“

 

BÜTTELBORN - Mit Oliver Burghardt wurde am Montag der Förster vorgestellt, der seit 1. Januar den Gemeindewald betreut. Die für die interkommunale Zusammenarbeit von Büttelborn, Groß-Gerau, Raunheim und Rüsselsheim gegründete Forstbetriebsgemeinschaft hat die Forstservice Taunus mit der forstwirtschaftlichen Betreuung beauftragt, für die Burghardt tätig ist.
„Ich war immer gern im Wald und habe mein Hobby zum Beruf gemacht“, berichtete Burghardt. Schon als Kind war der heute 31-Jährige in einer Vogelschutzgruppe aktiv gewesen. Der Naturschutz habe für ihn einen hohen Stellenwert. „Wenn es der Wegesicherung dient, muss aber auch mal ein alter, umsturzgefährdeter Baum gefällt werden“, so Burghardt, um die Gefährdung von Waldbesuchern zu vermeiden. „Eventuell kann der Baum liegen bleiben und Unterschlupf für viele kleine Waldbewohner wie Insekten werden“.
Umzug in das neue Aufgabengebiet
Auch wenn er sein neues Revier erst noch richtig kennenlernen muss, freut sich Burghardt auf die Aufgabe und plant für 2018 den Umzug in sein neues Aufgabengebiet.
„Die Kontaktnummer des Försters wird in ein bis zwei Wochen bekannt gegeben“, erklärte die Fachbereichsleiterin Wiebke Plate, bis dahin können Anfragen direkt an die Gemeindeverwaltung gestellt werden. Wer im Wald sein eigenes Brennholz schlagen will, könne dies auch nach den gleichen Regeln wie bisher machen und bekommt vom Förster einen entsprechenden Bestand zugewiesen.
ZUR PERSON
Der aus Oberursel stammende Oliver Burghardt absolvierte von 2011 bis 2014 sein Forststudium. Danach war er in Brandenburg Revierleiter eines rund 3 000 Hektar großen Areals, bevor er mit dem Anwärterdienst eine Zusatzqualifikation begann. Seit 1. Januar 2018 ist er für das Gebiet der Forstbetriebsgemeinschaft zuständig, die neben Büttelborn auch Groß-Gerau, Raunheim und Rüsselsheim umfasst. (alis)
„Durch den interkommunalen Zusammenschluss zur Forstbetriebsgemeinschaft erhoffen wir uns das Maximum aus Synergieeffekten“, erklärte Bürgermeister Andreas Rotzinger. „Wir wollen den Wald stärker in den Blick der Öffentlichkeit rücken, der auch zur Naherholung dienen soll“, ergänzte Peter Best, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten.
Der Geschäftsführer von Forstservice Taunus, Frank Zabel, stellte die grundlegenden Ziele des Betriebes vor, der seit vier Jahren auch den Gemeindewald von Selters im Taunus betreut. Im Mittelpunkt stehe die Erhaltung oder Schaffung eines standortgerechten und gesunden Waldes, bei der eine nachhaltige forstwirtschaftliche Bewirtschaftung oberstes Gebot ist.
Zur Verbindung von Naturschutz und Landschaftspflege mit Wirtschaftlichkeit sollen auch Fördermöglichkeiten genutzt werden, die es nicht nur für die Erstaufforstung, sondern unter anderem auch Wiederaufforstung oder ökologische Bewirtschaftung gibt. An Stellen, an denen es wirtschaftlich machbar ist, könnten auch Pferde die gefällten Bäume zu den Waldwegen ziehen. Gleichzeitig verfüge das Unternehmen über ein gutes Netzwerk zu Holzkäufern, um die Bäume auch zu einem guten Preis zu verkaufen.
Dabei wird eine enge Zusammenarbeit sowohl mit den örtlichen Jägern als auch dem Naturschutzbund angestrebt. „Es geht nur Miteinander, ein Gegeneinander funktioniert nicht“, erklärte Zabel, der selbst Nabu-Mitglied ist. In Selters werden zweimal im Jahr öffentliche Waldbegehungen angeboten, dazu ist ein Waldlehrpfad im Aufbau. „Gleiches ist auch hier in Büttelborn denkbar“, erklärte Zabel, „zuvor müssen wir den Wald aber erst mal selbst kennenlernen.“