Zeitung: : Groß-Gerauer Echo
Veröffentlichungsdatum: 25.01.2018
Autor: Alexander Iser

BÜTTELBORN - Mit Oliver Burghardt wurde am Montag der Förster vorgestellt, der seit 1. Januar den Gemeindewald betreut. Die für die interkommunale Zusammenarbeit von Büttelborn, Groß-Gerau, Raunheim und Rüsselsheim gegründete Forstbetriebsgemeinschaft hat die Forstservice Taunus mit der forstwirtschaftlichen Betreuung beauftragt, für die Burghardt tätig ist.
„Ich war immer gern im Wald und habe mein Hobby zum Beruf gemacht“, berichtete Burghardt. Schon als Kind war der heute 31-Jährige in einer Vogelschutzgruppe aktiv gewesen. Der Naturschutz habe für ihn einen hohen Stellenwert. „Wenn es der Wegesicherung dient, muss aber auch mal ein alter, umsturzgefährdeter Baum gefällt werden“, so Burghardt, um die Gefährdung von Waldbesuchern zu vermeiden. „Eventuell kann der Baum liegen bleiben und Unterschlupf für viele kleine Waldbewohner wie Insekten werden“.
Umzug in das neue Aufgabengebiet
Auch wenn er sein neues Revier erst noch richtig kennenlernen muss, freut sich Burghardt auf die Aufgabe und plant für 2018 den Umzug in sein neues Aufgabengebiet.
„Die Kontaktnummer des Försters wird in ein bis zwei Wochen bekannt gegeben“, erklärte die Fachbereichsleiterin Wiebke Plate, bis dahin können Anfragen direkt an die Gemeindeverwaltung gestellt werden. Wer im Wald sein eigenes Brennholz schlagen will, könne dies auch nach den gleichen Regeln wie bisher machen und bekommt vom Förster einen entsprechenden Bestand zugewiesen.
ZUR PERSON
Der aus Oberursel stammende Oliver Burghardt absolvierte von 2011 bis 2014 sein Forststudium. Danach war er in Brandenburg Revierleiter eines rund 3 000 Hektar großen Areals, bevor er mit dem Anwärterdienst eine Zusatzqualifikation begann. Seit 1. Januar 2018 ist er für das Gebiet der Forstbetriebsgemeinschaft zuständig, die neben Büttelborn auch Groß-Gerau, Raunheim und Rüsselsheim umfasst. (alis)
„Durch den interkommunalen Zusammenschluss zur Forstbetriebsgemeinschaft erhoffen wir uns das Maximum aus Synergieeffekten“, erklärte Bürgermeister Andreas Rotzinger. „Wir wollen den Wald stärker in den Blick der Öffentlichkeit rücken, der auch zur Naherholung dienen soll“, ergänzte Peter Best, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten.
Der Geschäftsführer von Forstservice Taunus, Frank Zabel, stellte die grundlegenden Ziele des Betriebes vor, der seit vier Jahren auch den Gemeindewald von Selters im Taunus betreut. Im Mittelpunkt stehe die Erhaltung oder Schaffung eines standortgerechten und gesunden Waldes, bei der eine nachhaltige forstwirtschaftliche Bewirtschaftung oberstes Gebot ist.
Zur Verbindung von Naturschutz und Landschaftspflege mit Wirtschaftlichkeit sollen auch Fördermöglichkeiten genutzt werden, die es nicht nur für die Erstaufforstung, sondern unter anderem auch Wiederaufforstung oder ökologische Bewirtschaftung gibt. An Stellen, an denen es wirtschaftlich machbar ist, könnten auch Pferde die gefällten Bäume zu den Waldwegen ziehen. Gleichzeitig verfüge das Unternehmen über ein gutes Netzwerk zu Holzkäufern, um die Bäume auch zu einem guten Preis zu verkaufen.
Dabei wird eine enge Zusammenarbeit sowohl mit den örtlichen Jägern als auch dem Naturschutzbund angestrebt. „Es geht nur Miteinander, ein Gegeneinander funktioniert nicht“, erklärte Zabel, der selbst Nabu-Mitglied ist. In Selters werden zweimal im Jahr öffentliche Waldbegehungen angeboten, dazu ist ein Waldlehrpfad im Aufbau. „Gleiches ist auch hier in Büttelborn denkbar“, erklärte Zabel, „zuvor müssen wir den Wald aber erst mal selbst kennenlernen.“

 

BÜTTELBORN - Mit Oliver Burghardt wurde am Montag der Förster vorgestellt, der seit 1. Januar den Gemeindewald betreut. Die für die interkommunale Zusammenarbeit von Büttelborn, Groß-Gerau, Raunheim und Rüsselsheim gegründete Forstbetriebsgemeinschaft hat die Forstservice Taunus mit der forstwirtschaftlichen Betreuung beauftragt, für die Burghardt tätig ist.
„Ich war immer gern im Wald und habe mein Hobby zum Beruf gemacht“, berichtete Burghardt. Schon als Kind war der heute 31-Jährige in einer Vogelschutzgruppe aktiv gewesen. Der Naturschutz habe für ihn einen hohen Stellenwert. „Wenn es der Wegesicherung dient, muss aber auch mal ein alter, umsturzgefährdeter Baum gefällt werden“, so Burghardt, um die Gefährdung von Waldbesuchern zu vermeiden. „Eventuell kann der Baum liegen bleiben und Unterschlupf für viele kleine Waldbewohner wie Insekten werden“.
Umzug in das neue Aufgabengebiet
Auch wenn er sein neues Revier erst noch richtig kennenlernen muss, freut sich Burghardt auf die Aufgabe und plant für 2018 den Umzug in sein neues Aufgabengebiet.
„Die Kontaktnummer des Försters wird in ein bis zwei Wochen bekannt gegeben“, erklärte die Fachbereichsleiterin Wiebke Plate, bis dahin können Anfragen direkt an die Gemeindeverwaltung gestellt werden. Wer im Wald sein eigenes Brennholz schlagen will, könne dies auch nach den gleichen Regeln wie bisher machen und bekommt vom Förster einen entsprechenden Bestand zugewiesen.
ZUR PERSON
Der aus Oberursel stammende Oliver Burghardt absolvierte von 2011 bis 2014 sein Forststudium. Danach war er in Brandenburg Revierleiter eines rund 3 000 Hektar großen Areals, bevor er mit dem Anwärterdienst eine Zusatzqualifikation begann. Seit 1. Januar 2018 ist er für das Gebiet der Forstbetriebsgemeinschaft zuständig, die neben Büttelborn auch Groß-Gerau, Raunheim und Rüsselsheim umfasst. (alis)
„Durch den interkommunalen Zusammenschluss zur Forstbetriebsgemeinschaft erhoffen wir uns das Maximum aus Synergieeffekten“, erklärte Bürgermeister Andreas Rotzinger. „Wir wollen den Wald stärker in den Blick der Öffentlichkeit rücken, der auch zur Naherholung dienen soll“, ergänzte Peter Best, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten.
Der Geschäftsführer von Forstservice Taunus, Frank Zabel, stellte die grundlegenden Ziele des Betriebes vor, der seit vier Jahren auch den Gemeindewald von Selters im Taunus betreut. Im Mittelpunkt stehe die Erhaltung oder Schaffung eines standortgerechten und gesunden Waldes, bei der eine nachhaltige forstwirtschaftliche Bewirtschaftung oberstes Gebot ist.
Zur Verbindung von Naturschutz und Landschaftspflege mit Wirtschaftlichkeit sollen auch Fördermöglichkeiten genutzt werden, die es nicht nur für die Erstaufforstung, sondern unter anderem auch Wiederaufforstung oder ökologische Bewirtschaftung gibt. An Stellen, an denen es wirtschaftlich machbar ist, könnten auch Pferde die gefällten Bäume zu den Waldwegen ziehen. Gleichzeitig verfüge das Unternehmen über ein gutes Netzwerk zu Holzkäufern, um die Bäume auch zu einem guten Preis zu verkaufen.
Dabei wird eine enge Zusammenarbeit sowohl mit den örtlichen Jägern als auch dem Naturschutzbund angestrebt. „Es geht nur Miteinander, ein Gegeneinander funktioniert nicht“, erklärte Zabel, der selbst Nabu-Mitglied ist. In Selters werden zweimal im Jahr öffentliche Waldbegehungen angeboten, dazu ist ein Waldlehrpfad im Aufbau. „Gleiches ist auch hier in Büttelborn denkbar“, erklärte Zabel, „zuvor müssen wir den Wald aber erst mal selbst kennenlernen.“