In diesem Frühjahr war einiges los im Selterser Gemeindewald. So wurden die durch den Orkan Niklas am 31.03.2015 verursachten Sturmschäden im Gemeindewald Selters (Taunus) fast vollständig aufgeräumt. Insgesamt sind bisher rund 800 Festmeter, vornehmlich Fichtenholz, im Gemeindewald angefallen (1 Festmeter = 1 Kubikmeter). Da es sich hauptsächlich um stärkeres Holz handelt, wurde es motormanuell, also mit der Motorsäge, aufgearbeitet und mit Forstspezialschleppern gerückt.

Hauptsächlich wurde dabei Fichten-Langholz produziert, das vor allem am Eckstein (Haintchen), im Mühlschlag (Haintchen), am Kirchhof (Niederselters), im Hinterwald (Niederselters) und am Erdbeerenwäldchen (Münster) gepoltert ist.

Im Hinterwald in Niederselters werden dagegen zurzeit noch ca. 300 Fm Fichten- und Douglasien-Schwachholz maschinell, d. h. mit dem Harvester, aufgearbeitet und dann mit dem Rückezug gerückt. Zeitgleich wurden dort sowie im Münsterer Gauchwald noch insgesamt rund 300 Fm Fichtenstammholz für das ortsansässige Sägewerk Weichel von der Fa. Schleeh aus dem Schwarzwald entrindet.

Und auch die Pflanzungen im Gemeindewald kamen nicht zu kurz. So wurden über 17 ha Kulturen von dem Forstwirtschaftsmeister Bernd Eisenbach und den Azubis Jonas Brandenburger und Jan Bidault nachgebessert. D. h. durch Trockenheit oder Schädlingsbefall abgestorbene Bäumchen in den bereits bestehenden Kulturen wurden durch frische ausgetauscht. Bei den anschließenden Neupflanzungen fanden ausschließlich heimische Baumarten Verwendung. So wurden beispielsweise in den Gemarkungen Niederselters und Münster Neukulturen mit Weißtanne und Europäischer Lärche begründet. Die Baumartenwahl hing dabei von den örtlichen Gegebenheiten und den waldbaulichen Erfordernissen ab.

Selterser Kurier, 08.07.2015