Naherholung im Wald hat weiterhin Priorität

Zeitung: : Frankfurter Neue Presse
Veröffentlichungsdatum: 11.07.2018
Autor: Redaktion

Forstservice Taunus ist der neue Dienstleister der Stadt für den Wald. Er erfindet das Rad nicht neu, hat aber auch einige Ideen. Frank Zabel ist ganz aus dem Häuschen, als sein Mitarbeiter und Revierleiter Oliver Burghardt von den Ulmen berichtet, die entlang der Aschaffenburger Straße Richtung Autobahnüberführung stehen. Denn Ulmen seien inzwischen recht selten, erzählt der Geschäftsführer des Forstservice Taunus.
Burghardt zeigt ihm die Bäume kurzerhand und erklärt bei dem Termin mit dem Echo ganz nebenbei, wie Waldpflege funktioniert. Zwischen zwei Ulmen hatte sich eine Buche gedrängt. Diese wird sich mit ihrer größeren Krone breit machen und den Ulmen das Licht stibitzen. Deshalb will Burghardt die Buche herausnehmen, um die Ulme zu fördern.
Eine Schneise nördlich weiter liegen am Wegesrand etliche gefällte Kiefern. Sie standen nahe der Autobahn, waren zu trocken und drohten auf die Fahrbahn zu stürzen. Wegen der Verkehrssicherheit nahm Burghardt diese Bäume heraus. Die Kiefern werden vermarktet. Hochwertiges Holz sind diese krummen Stämme nicht. „Sie haben Palettenqualität“, stellt Zabel fest. Forstservice Taunus aus Niederselters bewirtschaftet seit Anfang des Jahres den Wald der neuen Forstbetriebsgemeinschaft Raunheim, Rüsselsheim, Büttelborn und Groß-Gerau. Zuvor war Hessen Forst verantwortlich für den Raunheimer Wald. Dessen Bewirtschaftung werde sich jedoch wegen einer möglichen Monopolstellung des Landesbetriebes aus rechtlicher Sicht nicht halten lassen, hatte Jühe vor der Aufkündigung gesagt. Außerdem hatte er auf eine Verbesserung der Vermarktung gehofft. Für die gleiche Holzmenge sollten höhere Einnahmen erreicht werden.


Bei der Stadtverordnetenversammlung hatte er jetzt einen ersten Erfolg verkündet. Der wirtschaftliche Ertrag sei gesteigert worden. Bisher seien für die Forstbetriebsgemeinschaft bereits 72 000 Euro erwirtschaftet worden.
Zabel will das alles nicht überbewerten und vor allem auch nicht den Vorgänger in Misskredit bringen. Er misst der Präsentation des Holzes eine große Bedeutung bei der Vermarktung zu. Das geschlagene Holz werde in verschiedene Güteklassen eingeteilt und angeboten. Ein höherer Ertrag lasse sich durchaus erzielen, wenn einem einzelnen Kunden nicht das gesamte Holz mit seinen verschiedenen Güteklassen verkauft werde, sondern verschiedenen Kunden unterschiedliche Qualitäten. Der Einschlagplan des Forsteinrichtungswerkes, der mittelfristigen Planung des Forstbetriebes für den Zeitraum 2015 bis 2024, werde nicht geändert, sagt Zabel. Die zu schlagende Holzmasse bleibe gleich. Bei Bedarf wolle er aber flexibel auf den Plan reagieren.

„Wir machen das, was alle anderen auch machen“, meint Zabel. Das bedeutet Holzeinschlag und Holzvermarktung, aber auch die Pflege des Naherholungswaldes, der in Raunheim weiterhin eine zentrale Rolle spielt, und des Schutzwaldes. Dem Raunheimer Wald bescheinigt Zabel einen guten, recht vitalen Zustand. Die Baumarten seien vom Boden abhängig, hier handelt es sich um einen nährstoffarmen und sandigen Boden. Deshalb ist die Kiefer mit einem Anteil von 59,9 Prozent sehr stark vertreten, gefolgt von der Buche (19,3 Prozent) und der Eiche (18 Prozent), die auf diesem Boden gut wachsen. Die Kiefer soll ihre Dominanz an die Eichen und andere Laubbäume verlieren. „Eichen haben das wertvollere Holz“, weiß Zabel.
Der Wechsel der Baumarten sei ein langer Prozess. Zabel setzt auf Naturverjüngung. Es wird kein Kahlschlag geben, vielmehr werden einzelne Bäume herausgenommen, an deren Stellen dann durch angeflogene oder aufgeschlagene Samen Laubbäume nachwachsen sollen. Gleichwohl möchte er eine gesunde Mischung der Baumarten erhalten, um auch auf den Holzmarkt reagieren zu können. Zabel will die für den Holzschlag markierten Bäume kartieren und die Karten den Waldbesitzern übergeben. Er plant, eng mit den Waldbesitzern zusammenzuarbeiten und sieht sich als ihren verlängerten Arm. Auf die Ausschreibung hatte er sich übrigens mit seinem Unternehmen beworben, weil es ihn reizte, eine nichtländliche Kommune zu betreuen, bei der eher die Naherholung als die wirtschaftliche Nutzung im Vordergrund stehe.

„Der Wald ist klasse“, findet denn auch Burghardt positive Worte über sein Einsatzgebiet, dass er seit einem halben Jahr täglich betreut. Von Heideflächen bis zu Mooren sei alles zu finden, beschreibt er den Wald der Forstbetriebsgemeinschaft. Im Raunheimer Wald begeistern ihn die abwechslungsreichen Baumarten unter denen auch Edellaubhölzer wie Ahorn, Esche und eben die Ulme zu finden seien. Um dann auf den Aspekt Naherholung einzugehen. Mit der Umweltbeauftragten der Stadt, Karin Jechimer, will er die Standtafeln des Waldlehrpfades aufmöbeln. Dies sei zumindest ein Gedankenspiel. Eine weitere Idee sei es, die Schilder mit den Namen der Schneisen zu erneuern.

Er hält es auch für notwendig, vorhandene Bänke auszubessern. Es sei den Leuten wichtig, sich hinsetzen zu können, wenn sie spazieren gehen, sagt er. Die dritte Funktion des Waldes, die Schutzfunktion, stelle sich von selbst ein, wenn der Wald nachhaltig gepflegt werde. Lärm-, Boden- und Emissionsschutz seien gegeben, wenn Bäume stehen und nachwachsen und nicht mehr Holz eingeschlagen wird als nachwächst, erklärt Zabel.

Naturschutz steht ganz oben

Zeitung: : Groß-Gerauer Echo
Veröffentlichungsdatum: 25.01.2018
Autor: Alexander Iser

BÜTTELBORN - Mit Oliver Burghardt wurde am Montag der Förster vorgestellt, der seit 1. Januar den Gemeindewald betreut. Die für die interkommunale Zusammenarbeit von Büttelborn, Groß-Gerau, Raunheim und Rüsselsheim gegründete Forstbetriebsgemeinschaft hat die Forstservice Taunus mit der forstwirtschaftlichen Betreuung beauftragt, für die Burghardt tätig ist.
„Ich war immer gern im Wald und habe mein Hobby zum Beruf gemacht“, berichtete Burghardt. Schon als Kind war der heute 31-Jährige in einer Vogelschutzgruppe aktiv gewesen. Der Naturschutz habe für ihn einen hohen Stellenwert. „Wenn es der Wegesicherung dient, muss aber auch mal ein alter, umsturzgefährdeter Baum gefällt werden“, so Burghardt, um die Gefährdung von Waldbesuchern zu vermeiden. „Eventuell kann der Baum liegen bleiben und Unterschlupf für viele kleine Waldbewohner wie Insekten werden“.
Umzug in das neue Aufgabengebiet
Auch wenn er sein neues Revier erst noch richtig kennenlernen muss, freut sich Burghardt auf die Aufgabe und plant für 2018 den Umzug in sein neues Aufgabengebiet.
„Die Kontaktnummer des Försters wird in ein bis zwei Wochen bekannt gegeben“, erklärte die Fachbereichsleiterin Wiebke Plate, bis dahin können Anfragen direkt an die Gemeindeverwaltung gestellt werden. Wer im Wald sein eigenes Brennholz schlagen will, könne dies auch nach den gleichen Regeln wie bisher machen und bekommt vom Förster einen entsprechenden Bestand zugewiesen.
ZUR PERSON
Der aus Oberursel stammende Oliver Burghardt absolvierte von 2011 bis 2014 sein Forststudium. Danach war er in Brandenburg Revierleiter eines rund 3 000 Hektar großen Areals, bevor er mit dem Anwärterdienst eine Zusatzqualifikation begann. Seit 1. Januar 2018 ist er für das Gebiet der Forstbetriebsgemeinschaft zuständig, die neben Büttelborn auch Groß-Gerau, Raunheim und Rüsselsheim umfasst. (alis)
„Durch den interkommunalen Zusammenschluss zur Forstbetriebsgemeinschaft erhoffen wir uns das Maximum aus Synergieeffekten“, erklärte Bürgermeister Andreas Rotzinger. „Wir wollen den Wald stärker in den Blick der Öffentlichkeit rücken, der auch zur Naherholung dienen soll“, ergänzte Peter Best, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten.
Der Geschäftsführer von Forstservice Taunus, Frank Zabel, stellte die grundlegenden Ziele des Betriebes vor, der seit vier Jahren auch den Gemeindewald von Selters im Taunus betreut. Im Mittelpunkt stehe die Erhaltung oder Schaffung eines standortgerechten und gesunden Waldes, bei der eine nachhaltige forstwirtschaftliche Bewirtschaftung oberstes Gebot ist.
Zur Verbindung von Naturschutz und Landschaftspflege mit Wirtschaftlichkeit sollen auch Fördermöglichkeiten genutzt werden, die es nicht nur für die Erstaufforstung, sondern unter anderem auch Wiederaufforstung oder ökologische Bewirtschaftung gibt. An Stellen, an denen es wirtschaftlich machbar ist, könnten auch Pferde die gefällten Bäume zu den Waldwegen ziehen. Gleichzeitig verfüge das Unternehmen über ein gutes Netzwerk zu Holzkäufern, um die Bäume auch zu einem guten Preis zu verkaufen.
Dabei wird eine enge Zusammenarbeit sowohl mit den örtlichen Jägern als auch dem Naturschutzbund angestrebt. „Es geht nur Miteinander, ein Gegeneinander funktioniert nicht“, erklärte Zabel, der selbst Nabu-Mitglied ist. In Selters werden zweimal im Jahr öffentliche Waldbegehungen angeboten, dazu ist ein Waldlehrpfad im Aufbau. „Gleiches ist auch hier in Büttelborn denkbar“, erklärte Zabel, „zuvor müssen wir den Wald aber erst mal selbst kennenlernen.“

 

BÜTTELBORN - Mit Oliver Burghardt wurde am Montag der Förster vorgestellt, der seit 1. Januar den Gemeindewald betreut. Die für die interkommunale Zusammenarbeit von Büttelborn, Groß-Gerau, Raunheim und Rüsselsheim gegründete Forstbetriebsgemeinschaft hat die Forstservice Taunus mit der forstwirtschaftlichen Betreuung beauftragt, für die Burghardt tätig ist.
„Ich war immer gern im Wald und habe mein Hobby zum Beruf gemacht“, berichtete Burghardt. Schon als Kind war der heute 31-Jährige in einer Vogelschutzgruppe aktiv gewesen. Der Naturschutz habe für ihn einen hohen Stellenwert. „Wenn es der Wegesicherung dient, muss aber auch mal ein alter, umsturzgefährdeter Baum gefällt werden“, so Burghardt, um die Gefährdung von Waldbesuchern zu vermeiden. „Eventuell kann der Baum liegen bleiben und Unterschlupf für viele kleine Waldbewohner wie Insekten werden“.
Umzug in das neue Aufgabengebiet
Auch wenn er sein neues Revier erst noch richtig kennenlernen muss, freut sich Burghardt auf die Aufgabe und plant für 2018 den Umzug in sein neues Aufgabengebiet.
„Die Kontaktnummer des Försters wird in ein bis zwei Wochen bekannt gegeben“, erklärte die Fachbereichsleiterin Wiebke Plate, bis dahin können Anfragen direkt an die Gemeindeverwaltung gestellt werden. Wer im Wald sein eigenes Brennholz schlagen will, könne dies auch nach den gleichen Regeln wie bisher machen und bekommt vom Förster einen entsprechenden Bestand zugewiesen.
ZUR PERSON
Der aus Oberursel stammende Oliver Burghardt absolvierte von 2011 bis 2014 sein Forststudium. Danach war er in Brandenburg Revierleiter eines rund 3 000 Hektar großen Areals, bevor er mit dem Anwärterdienst eine Zusatzqualifikation begann. Seit 1. Januar 2018 ist er für das Gebiet der Forstbetriebsgemeinschaft zuständig, die neben Büttelborn auch Groß-Gerau, Raunheim und Rüsselsheim umfasst. (alis)
„Durch den interkommunalen Zusammenschluss zur Forstbetriebsgemeinschaft erhoffen wir uns das Maximum aus Synergieeffekten“, erklärte Bürgermeister Andreas Rotzinger. „Wir wollen den Wald stärker in den Blick der Öffentlichkeit rücken, der auch zur Naherholung dienen soll“, ergänzte Peter Best, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten.
Der Geschäftsführer von Forstservice Taunus, Frank Zabel, stellte die grundlegenden Ziele des Betriebes vor, der seit vier Jahren auch den Gemeindewald von Selters im Taunus betreut. Im Mittelpunkt stehe die Erhaltung oder Schaffung eines standortgerechten und gesunden Waldes, bei der eine nachhaltige forstwirtschaftliche Bewirtschaftung oberstes Gebot ist.
Zur Verbindung von Naturschutz und Landschaftspflege mit Wirtschaftlichkeit sollen auch Fördermöglichkeiten genutzt werden, die es nicht nur für die Erstaufforstung, sondern unter anderem auch Wiederaufforstung oder ökologische Bewirtschaftung gibt. An Stellen, an denen es wirtschaftlich machbar ist, könnten auch Pferde die gefällten Bäume zu den Waldwegen ziehen. Gleichzeitig verfüge das Unternehmen über ein gutes Netzwerk zu Holzkäufern, um die Bäume auch zu einem guten Preis zu verkaufen.
Dabei wird eine enge Zusammenarbeit sowohl mit den örtlichen Jägern als auch dem Naturschutzbund angestrebt. „Es geht nur Miteinander, ein Gegeneinander funktioniert nicht“, erklärte Zabel, der selbst Nabu-Mitglied ist. In Selters werden zweimal im Jahr öffentliche Waldbegehungen angeboten, dazu ist ein Waldlehrpfad im Aufbau. „Gleiches ist auch hier in Büttelborn denkbar“, erklärte Zabel, „zuvor müssen wir den Wald aber erst mal selbst kennenlernen.“

 

Neues Konzept für den Wald

Zeitung: : Main-Spitz Rüsselsheim
Veröffentlichungsdatum: 10.01.2018
Autor: Jens Etzelsberger

RÜSSELSHEIM - Mit Beginn des neuen Jahres steht der Rüsselsheimer Forst unter neuer Leitung. Die 790 Hektar Stadtwald werden nicht mehr von HessenForst betreut, sondern von der Forstbetriebsgemeinschaft Rhein-Main und dem Forstservice Taunus aus Niederselters als Dienstleister. Reinhard Ebert, Bereichsleiter Natur- und Umweltschutz im Rüsselsheimer Rathaus, ist nicht nur überzeugter Befürworter der Forstbetriebsgemeinschaft, sondern auch deren stellvertretender Vorsitzender. Vorsitzender des Vereins mit wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb ist der Büttelborner Bürgermeister Andreas Rotzinger.
Bewirtschaftung soll bei Bevölkerung ankommen
Die Forstbetriebsgemeinschaft koordiniert nämlich nicht nur die Arbeiten im Rüsselsheimer Forst, sondern auch in den Wäldern von Raunheim (310 Hektar), Groß-Gerau (422 Hektar) und Büttelborn (520 Hektar) sowie auf den Flächen einiger Kleinwaldbesitzer (insgesamt 20 Hektar).
Reinhard Ebert ist mit der Anerkennung der Forstbetriebsgemeinschaft und der Verleihung der Rechtsfähigkeit durch das Regierungspräsidium nicht nur am Ziel eines langen Weges, sondern sieht sich auch durch aktuelle Entwicklungen darin bestätigt, eine Alternative zu HessenForst zu schaffen. Nachdem in Baden-Württemberg ein Kartellverfahren gegen den dortigen Landesbetrieb Forst eingeleitet wurde, beschäftigt sich in Hessen, wo die Strukturen ähnlich sind, derzeit eine Arbeitsgruppe mit einem neuen, kartellrechtskonformen Weg der Holzvermarktung.

ANSPRECHPARTNER

Mit der neuen Zuständigkeit gibt es auch neue Ansprechpartner für Selbstwerber, also Menschen, die ihr Brennholz aus dem Wald holen. Der für Rüsselsheim zuständige Förster heißt Oliver Burghardt und wohnt derzeit noch in Oberursel, will aber, so Ebert, näher an seinen neuen Arbeitsplatz ziehen. Wer Holz braucht, muss sich unter 06142-83 25 00 ans Rüsselsheimer Umweltamt wenden oder eine E-Mail an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. schicken. Die Anfragen werden gesammelt und an Oliver Burghardt weitergegeben, der dann mit jedem Interessenten individuelle Termine im Forst ausmacht. (etz)
Doch die Probleme von HessenForst sind nicht mehr die der Forstbetriebsgemeinschaft, von der sich Ebert eine ganze Reihe positiver Aspekte verspricht. Dabei geht es Ebert weniger um eine Steigerung der Gewinne aus dem Rüsselsheimer Forst als um eine Forstwirtschaft im Einklang mit der Bevölkerung. Als großes Ziel nach den ersten fünf Jahren, so lange läuft der Vertrag mit dem Forstservice Taunus zunächst, wünscht sich Ebert eine Bewirtschaftung des Stadtforstes, die bei der Bevölkerung ankommt. Ärger über das Abräumen großer, zusammenhängender Flächen und über Arbeiten in Naturschutzgebieten sollen mit der Neustrukturierung der Vergangenheit angehören, hofft Ebert.
Auch die Kooperation mit der Kommunalpolitik soll verbessert werden. Der Erholungswert des Waldes soll gesteigert, die Altbestände erhalten bleiben. Verbesserungen verspricht sich Ebert aber auch in finanzieller Hinsicht. Bei Arbeiten wie dem Wegebau oder der Umwandlung von Fehlbestockungen soll künftig zunächst ermittelt werden, ob Fördertöpfe genutzt werden können. „Ohne Förderung wird nichts oder nur noch wenig gemacht“, so Ebert im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Forstbetriebsgemeinschaft könne auch individueller auf Holzkäufer eingehen, nennt Ebert, dem vonseiten von HessenForst schon „vorgegaukelte Forstromantik“ vorgeworfen wurde, weitere Vorteile.
Billiger wird es aber zunächst nicht. Die Kosten, die der Forstservice Taunus nach europaweiter Ausschreibung für die waldbauliche Planung, Durchforstung und Verkehrssicherungsmaßnahmen aufruft, entsprächen denen von HessenForst, so Ebert. Wichtiger sei allerdings der Gegenwert, findet Ebert. Bei Flächenräumung, Zaunbau und Anpflanzungen könnten über veränderte Vorgaben aber auch Kosten eingespart werden. Einige Ziele und Verbesserungseffekte sind aber noch recht allgemein formuliert, wie etwa „stärkere Nutzung der Wertschöpfungspotenziale“, „Stärkung der Solidargemeinschaft“ oder „Verbesserung der Zukunftsfähigkeit und Leistungsfähigkeit“.