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Ahorne bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Rosskastaniengewächse (Hippocastanoideae) innerhalb der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Bei uns ist der Berg-, Feld- und Spitzahorn am weitesten verbreitet. Sie werden als Pionierbaumarten bezeichnet und gehören zu den Edellaubhölzern. Sie sind äußerlich am einfachsten an ihren Blattformen zu unterscheiden. Der Berg-Ahorn hat eine typische Blattform, wobei die Blätter zum Ende hin spitz zulaufen und an den Blatträndern ganz leichte Zacken aufweisen. Der Feld-Ahorn hingegen ist bei gleichbleibender Blattform komplett abgerundet und der Spitz-Ahorn nur mit Zacken versehen.


Speziell der Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) ist besonders in Europa als Parkbaum, aber auch als forstwirtschaftlicher Nutzbaum ein wichtiger Vertreter seiner Art. Ahorne sind sommergrüne Laubbäume, werden bis zu 40 Meter hoch und an die 500 Jahre alt. Blühfähig ist der Bergahorn meist erst im Alter von 25 bis 40 Jahren. Sie haben beide geschlechtlichen Anlagen an einem Baum vereint - das heißt, sie sind zwittrig. Der Baum entwickelt nach der Befruchtung geflügelte Früchte, die im Herbst reif werden, abfallen und durch ihre Flügel weite Strecken zurücklegen können. Von Kindern werden diese oft als ‘Propeller‘ bezeichnet und auf den Nasenrücken gesteckt. Der Bergahorn ist ein giftiger Baum. Die Blätter, Samen oder Äste und Zweige sind für den Menschen giftig. Also nur Propeller fliegen lassen, nicht essen.
Die Borke des Berg-Ahorns ist meist dunkelgrau und weist mit forstgeschrittenem Alter ein platanenähnliches Aussehen auf. Die Rinde wird dabei schuppig und fällt fast in Platten vom Baum ab. Seine Blattform ist unverwechselbar. Die Form mit den drei typischen Blattlappen unterscheidet sich, wie bereits beschrieben, unter den verschiedenen Arten des Ahornes.
Der Bergahorn ist vor allem in Europa und Westasien weit verbreitet. Typischerweise bevorzugt er feuchte und höhere Regionen. Der Ahornbaum gilt als typischer Gebirgsbaum und wächst daher gerne in feuchten Tälern und Gebirgsbächen. Das macht ihn auch zu einem hervorragenden Schattenspender für andere Lebewesen.
Waldbaulich dient der Berg-Ahorn vor allem als Mischbaumart zur Bodenverbesserung und der ökologischen Bereicherung. Seine zahlreichen großen Blätter verrotten zu bodenpfleglichem Mull. Seine Wurzeln erschließen den Boden gut und er verjüngt sich auf natürliche Weise sehr gut. Das Holz des Berg-Ahornes eignet sich hervorragend für den Möbel- und Innenausbau, wie auch zum Bau von Musikinstrumenten, da das Holz wenig schwindet. Zudem wird es auch gerne für Drechsler-, Schnitz- und Bildhauerarbeiten verwendet.